
Haike Espenhain
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Schwarze Federn - Gedichte wie das Leben heiter, boshaft und besinnlich von Haike Espenhain ISBN: 9-783837-017-380 BoD Taschenbuch, A5, 56 Seiten, 7,90€ "Schwarze Federn" ist ein kleiner Gedichtband, den man immer wieder gern in die Hand nehmen wird, um darin sich selbst (oder lieber den Nachbarn) zu entdecken. Mit spitzer Feder geschrieben, zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken, erzählen die Gedichte von den Freuden und Bosheiten des Lebens. Sie handeln von alltäglichen Dingen, z.B. vom Autofahren, den schönen Künsten oder Gartenliebhabern. Das ideale Geschenk für sich selbst und andere.
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Der Maler
Will man die hohen Künste loben da rangiert doch sehr weit oben die Kunst alleine nur mit Farben des Menschen Auge zu erlaben. Doch, nein, nicht nur des Menschen Aug allein, es kann ja auch das Milchvieh sein, das durch der Farben Kraft ganz unbewusst, gibt Milch heraus im Überfluss. Dass Farben unsern Sinn beleben, gelegentlich auch können quälen, daß schrieb der Professoren Schar und somit ist es sicher wahr. Wenn dann noch ein begabter Mann mit dem Pinsel umgehn kann, dass aus den Farben Formen fließen kann man das nur noch genießen. Da kannte ich mal einen Maler, der wollte sich gern ein paar Taler mit dieser schönen Kunst erringen, doch wollte es nicht recht gelingen. Wie er auch den Pinsel schwang, sein neustes Bild ihm nicht gelang. Er dreht es hin, er dreht es her, am Ende stellte er es quer. Er schaut es prüfend an und nickte, den Pinsel in die Farbe tippte, hier noch was rot, da etwas blau, ja, hier erkenne ich ´ne Frau. Und er mit seligem Bedacht einen letzten Strich noch macht. Er weiß, ist jetzt auch am Bilde Schluss kommt noch der letzte End-Verdruss. Jedes Bild braucht einen Namen, viel wichtiger als einen Rahmen. Aber diesem Meisterwerk, welches nun noch hängt verkehrt, einen Namen zu verleihen kann den Maler nicht erfreuen. Deshalb hat er dann erfunden nach drei fürchterlichen Stunden, einen Titel dessen Pracht, dem Kunstfreund jetzt ins Auge lacht: O.T. ©Haike Espenhain 2007
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Die letzte Sonnenblume Der Sommer geht, der Herbst erscheint, das Blühen sich dem Ende neigt. Hinten dort in meinem Garten, wo Beete voller Unkraut warten, steht wie zur Schöpfung edlen Ruhme noch eine letzte Sonnenblume. Naja, sie sah schon bess´re Tage das ist wirklich keine Frage. Der Wind, er nahm ihr jedes Blatt und manches Vöglein aß sich satt. Ein Körnlein war nun nur noch da, ein kleiner Spatz rief laut:"Hurra, es ist nicht viel, doch immerhin steht mir danach jetzt der Sinn!" Er flattert hin, er flattert her und überlegt noch einmal quer, wie er einfach, schnell und leicht dieses Körnchen nun erreicht. Denn auch ein Spatz, nicht nur die Meise ist gelegentlich sehr weise, schließlich nicht von ungefähr war sein Herr Vater Ingenieur! Während er rechnet und überlegt wie er des Schnabels Hebel anlegt, kommt ein andrer Spatz daher. Diesem viel es gar nicht schwer, hat ihm flugs das Korn entrissen und dabei auch noch gesch... Hör ich jetzt den Leser klagen? "So was darf man doch nicht sagen!" Das seh ich ja auch durchaus ein, doch wo bliebe sonst mein Reim? Also um des Vogels Ringen nochmals auf den Punkt zu bringen, er schluckt eifrig und mit Wonne in des Nachmittages Sonne selig nun das Körnchen runter. So ist das Leben halt mitunter. Während der eine mit Bedacht aus Mücken Elefanten macht ein andrer im Vorübergehen lässt Taten statt Gedanken sehen. © Haike Espenhain 2007 |

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Hier
können Sie sich zu einem Ausflug in das Reich der Farben entführen
lassen: Atelier Haike Espenhain |
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